Die Top 5 Dinge, die ich erst durch meine Kinder gelernt habe



Eltern sein ist nichts für Perfektionisten. Du kannst noch so viele Ratgeber lesen oder Instagram-Familien bewundern – nichts bereitet dich auf die Realität vor. Meine Realität? Drei Kinder, die manchmal mehr Chaos veranstalten als ein Musikfestival. Aber sie haben mich auch Dinge gelehrt, die ich nie für möglich gehalten hätte. Hier sind die Top 5 Lektionen, die ich nur dank ihnen gelernt habe:


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1. Geduld – oder: Atmen, bevor du durchdrehst


Es gibt Geduldsproben – und dann gibt es ADHS-Kinder, die jeden in der Familie provozieren, nur um irgendeine Reaktion zu bekommen. Meine Große? Meisterin in dieser Disziplin. Und ich? Häufig der Typ, der innerlich kurz vorm Explodieren steht.


Aber dann halte ich inne und denke: Sie kann nichts dafür. Sie leidet wahrscheinlich mehr darunter als wir alle. Geduld heißt für mich, nicht alles durchgehen zu lassen, aber auch nicht an mir selbst zu zweifeln, wenn mal nicht alles klappt. Es ist okay, wenn nicht jeder Tag perfekt läuft – manchmal reicht es, ihn einfach zu überstehen.


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2. Flexibilität – Wenn der Plan A auf Plan „Lass es einfach“ trifft


Familienpläne? Ha! Die halten bei uns etwa so lange wie Seifenblasen in einem Sturm. Ich glaube, ich hatte mal einen Tag, an dem alles nach Plan lief, aber ich erinnere mich nicht mehr genau.


Ob wir spontan den geplanten Ausflug durch eine Kissenschlacht ersetzen oder der Sonntag plötzlich zum „Mach-was-du-willst“-Tag wird: Flexibel sein ist keine Wahl, sondern eine Überlebensstrategie. Und ehrlich gesagt, die besten Momente entstehen, wenn nichts läuft wie geplant.


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3. Freude an den kleinen Dingen – Papierherzen und Pfützensprünge


Meine Kinder basteln mir zu jedem Geburtstag etwas. Es ist oft krumm, schief und voller Rechtschreibfehler. Und trotzdem heule ich jedes Mal wie ein Schlosshund. Warum? Weil diese kleinen Gesten so ehrlich und voller Liebe sind, dass sie jeden Perfektionismus übertrumpfen.


Freude an den kleinen Dingen heißt auch: Ich könnte 100 Bilder von perfekt gedeckten Tischen posten, aber das Lachen meiner Kids, wenn sie in eine Pfütze springen, schlägt das alles.


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4. Kreativität – Quarantäne-Level: Profi


COVID war bei uns die ultimative Kreativitäts-Challenge. Wegen der Herzprobleme meiner Großen haben wir uns komplett isoliert. Aber anstatt Trübsal zu blasen, haben wir alles selbst gemacht: Ostern, Weihnachten, Geburtstage – alles wurde zur DIY-Mission.


Ich hab gelernt, dass Kreativität nicht bedeutet, etwas Großes zu schaffen. Es bedeutet, aus wenig etwas Magisches zu machen. Und das funktioniert erstaunlich gut, wenn man Kinder hat, die sich über die kleinsten Dinge freuen.


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5. Liebe ohne Bedingungen – Auch wenn sie nerven


Meine Kinder können Chaos verbreiten wie ein Tornado. Aber egal, wie wild es wird, sie vertrauen mir. Sie kommen mit ihren Problemen zu mir – auch wenn sie wissen, dass Ärger droht. Und sie lügen nicht. Das Vertrauen, das sie mir entgegenbringen, ist für mich das größte Zeichen von Liebe.


Egal, wie oft ich das Gefühl habe, den Überblick zu verlieren, am Ende zählt nur, dass wir füreinander da sind.


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Fazit: Chaos regiert – und das ist gut so


Wenn ich eines gelernt habe, dann das: Das Leben muss nicht perfekt sein, um schön zu sein. Geduld, Flexibilität, Freude, Kreativität und bedingungslose Liebe – meine Kinder haben mir all das beigebracht. Und sie haben mir gezeigt, dass Chaos keine Schwäche ist. Chaos ist die Würze des Lebens.


Also an alle Eltern: Hört auf, perfekt sein zu wollen. Lebt, liebt und lacht – auch wenn’s gerade drunter und drüber geht. Und wenn alles schiefgeht? Kaffee. Viel Kaffee.

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